Mordants

Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren

- ein alchemistisches Online-Werkstattbuch (auch ▶ als Buch erhältlich)
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Aus einer Mischung von Salzen künnen Sie ätzende Pasten, sog. „Mordants“ anreiben. Mit diesen Pasten ereicht man eine gewisse Ätztiefe, besonders, wenn man die Platte erwärmt.

Sulfur-Tint-Methode I

Stäuben Sie die Platte (z.B. durch eine Papierschablone hindurch) mit Schwefelpulver (Schwefelblüte) ein. Erhitzen Sie die Platte. Dabei entsteht aus der Verbindung von Kupfer und Schwefel Kupfersulfid. Dieses lässt sich mit Lösungsmittel von der Oberfläche entfernen und hinterlässt ein blasses Korn. Eine Verstärkung der Körnung ist müglich, wenn Sie nach dem Erhitzen die Platte in eine schwache Salzsäurelösung geben. Das Kupfersulfid wird herausgelüst, ohne das Kupfer anzugreifen. Mit dieser Methode erhält die Platte einen Grundgrauton.Quelle: http://www.radiertechniken.de
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Sulphur-tint-Methode II (nach Preissig)

Bei diesem Verfahren wird die Platte mit Öl bestrichen und Schwefelpulver aufgestäubt. Durch die Korrosionswirkung entsteht ein Plattenton.

Zutaten

  • Schwefelblüte/Schwefelpulver
  • Olivenöl

Ansatz:Tragen Sie Schwefelblüte, gemischt mit Olivenöl in der Konsistenz einer Tubenfarbe mit dem Pinsel auf die Platte auf und erwärmen vorsichtig („gelind“). Die entstehende, auf der Platte haftende, schwärzliche Masse entfernen Sie mit einem weichen Lappen unter fließendem Wasser. Durch die Korrosionswirkung entsteht ein reizvoller Plattenton.Quelle: http://www.radiertechniken.de
Diese Methode beschreibt auch Hayter, der eine Paste aus Schwefel und Öl über Nacht einwirken ließ.
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Grünspan

Ebenfalls Preissigs Buch entnommen ist das folgende, mit sehr giftigen Ingredenzien arbeitende Rezept:
Zutaten

  • Salmiak
  • Soda
  • Grünspan (hochgiftig!)
  • verdünnte Essigsäure

Ansatz:Mischen Sie Salmiak, Soda und Grünspan zu gleichen Teilen in verdünnter Essigsäure.Quelle: http://www.radiertechniken.de
Hinweise:Tragen Sie diese Mischung auf die Platte auf. Es entsteht ein fleckiger Ton mit zufälligen, unregelmäßigen Tünungen.
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Ätzlavierung

Die Ätzlavierung ist ein „der Radierung entsprechendes Tiefdruckverfahren.
Zutaten

  • Honig
  • Salz
  • Grünspan
  • Salmiak

Hinweise: Die Kupferplatte wird mit einer Paste aus Honig, Salz, Grünspan und Salmiak bemalt, die das Metall langsam angreift, wodurch sich beim Druck der Pinsellavierung mit Tusche auf Papier ähnliche Schwarz- und Grautüne ergeben.“Quelle: http://www.radiertechniken.de
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Mordant nach Bosse

Versuch: Die Ingredenzien aus Bosses Rezept mit Öl zu gleichen Teilen anrühren:
Zutaten

  • Ammoniumchlorid
  • Natriumchlorid (=Kochsalz)
  • Kupfersulfat (=Kupfervitriol)
  • Öl

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Mordant nach Hayter

Zutaten:

  • Ammoniumpersulfat
  • Öl

Hinweis:
Hayter malt mit einer Lüsung von Ammonium sulfide (=Ammoniumpersulfat)
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Weitere Mordantversuche

Die verschiedenen festen Ätzmittel in Öl oder Gelatine anrühren

  • Ammoniumpersulfat
  • Natriumpersulfat
  • Feinkristall-Ätzmittel
  • Sicherheitsätzmittel
  • Kupferchlorid (=Kupfer-Dihydrat)
  • Quelle: http://www.radiertechniken.de



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