Photopolymerfolien

Aus der Platinenherstellung stammt diese Technik mit lichtempfindlicher Folie, die auf die Platte aufkaschiert und mit UV-Licht unter einem Negativ belichtet wird. Nach der Belichtung kann sie mit Natronlauge entwickelt werden und dient entweder selbst als Druckrelief oder wird geätzt. Die Technik des „Non-toxic-Etching“ mit Photopolymerfolien – Radierungen wurden erst seit etwa 2015 populär. Im Buch sind Informationen dazu enthalten. Die Fotopolymer-Technik ist ein modernes, ungiftiges Tiefdruckverfahren, das digitale und fotografische Vorlagen in die Welt der Radiertechniken überträgt.

Fotoradierung mit PCB – Trockenfilm

…eine kompakte Übersicht1:

Was ist Fotopolymer?

  • Fotopolymere sind lichtempfindliche Kunststoffe, die bei UV-Bestrahlung aushärten.
  • Sie bestehen aus Monomeren und Oligomeren, die durch Photoinitiatoren aktiviert werden.
  • Nach der Belichtung lassen sich die nicht gehärteten Bereiche mit Lauge auswaschen – so entstehen die druckfähigen Vertiefungen.

Wie funktioniert die Technik?

Wie bei anderen fotografischen Techniken wird zunächst der Belichtungsfilm im 1:1-Format als Schwarz-Weiß-Positiv auf transparenter Folie vorbereitet. Z. B. als Ausdruck mit Laserdrucker oder als Tuschezeichnung
Damit der Film hält, muss die Metallplatte absolut fettfrei und leicht aufgeraut sein. Die Platte wird dazu mit feiner Stahlwolle oder Schleifvlies behandelt und mit einer Schlämmkreide-Wasser-Mischung und / oder einem entfettenden Reinigungsmittel gereinigt, bis das Wasser einen geschlossenen Film bildet und nicht mehr abperlt.
Der Fotopolymerfilm ist mit einer leicht klebrigen Schicht versehen.

  1. Auftrag des FilmsViele Künstler sprühen eine feine Schicht destilliertes Wasser (manchmal mit einem Tropfen Alkohol) auf die Platte. So kann man den Film kurzzeitig noch verschieben und es verhindert den sofortigen Einschluss von Luftblasen. In der Industrie wird der Film meist trocken direkt von der Rolle aufgetragen.
  2. Laminieren: Die Platte wird mit dem Film durch ein Laminiergerät oder eine Radierpresse geschoben. Die Walzen üben gleichmäßigen Druck aus. Die Hitze (meist zwischen 40°C und 60°C) aktiviert die Haftung des Polymers auf dem Metall.
  3. Belichtung: UV-Licht härtet die belichteten Bereiche aus.
  4. Entwicklung: Die unbelichteten Stellen werden mit Natronlauge oder Soda ausgewaschen.
  5. Druck: a) Die Platte wird eingefärbt und wie eine klassische Radierung auf feuchtes Papier gedruckt.
  6. Druck: b) Die Platte wird geätzt, das Fotopolymer entfernt und wie eine klassische Radierung gedruckt.

Vorteile

  • Ungiftig: Kein Einsatz von Säuren oder Lösungsmitteln.
  • Digitalfreundlich: Ideal für Fotografien, Computergrafiken und Handschrift.
  • Feine Details: Halbtöne, Lasuren und Texturen sind möglich – ähnlich wie bei Lithografie.

Varianten

  • Direkte Belichtung: Relief entsteht im Polymerfilm selbst.
  • Ätzverfahren: Polymerfilm dient als Ätzresist für Metallplatten.

Linktipps: Videoanleitungen

Photopolymerfolie
➥ youtube.com/watch?v=SHDI18pIv68
➥ youtube.com/watch?v=i3OyHd2NhxI

Hier ohne Worte demonstriert:
➥ https://www.youtube.com/watch?v=2hQfGtSFe_0

Linktipps: Text

➥ Wikipedia: Photopolymer

Bezugsquellen

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1 – Übersicht erstellt mit KI durch Bing-Copilot


Update: 17.April 2026