Fotoradierung

In diesem Kapitel sind Methoden der Fotoradierung beschrieben, mit denen sich Fotografien auf Tiefdruckplatten übertragen lassen. Als „Fotoradierung“ bezeichnet man dabei alle Verfahren, mit denen eine fotografische Abbildung auf die Druckplatte übertragen werden kann. Zur Beschichtung (=säurefesten Abdeckung) sind verschiedene Methoden möglich:

  • Fotolack aus der Leiterplattenherstellung
  • Fotopolymerfolien
  • Gelatine mit Ammoniumdichromat (Vorsicht!) – siehe ➥ Heliogravure
  • Weniger gefährlich und ungiftig ist die Beschichtung mit Cyanotypielösung. Diese wird nach dem Belichten mit UV- oder Sonnenlicht wasserfest und wirkt als Abdecklack.
  • … und vieles mehr (siehe ➥ Edeldruckverfahren).

In diesen Unterkapiteln habe ich einige Möglichkeiten beschrieben:

Fotoradierung mit Nadeldrucker

Im letzten Jahrtausend (und noch heute in manchen Arztpraxen) waren/sind Nadeldrucker im Einsatz. Dabei werden vom Druckkopf feine Nadeln angesteuert, die Buchstaben durch das Farbband auf die Papieroberfläche drucken. Auch Grafiken lassen sich damit drucken. Zur Herstellung einer Radierplatte benötigt man nun ein verformbares Material – wie z.B. Alufolie oder dünne Kupferfolie, die man an Stelle de Papiers verwendet und nun – ohne Farbband – die Grafik in die Platte „sticht“.
Im Beispiel hatte ich eine Alufolie verwendet. Davon konnte ich 3 Drucke herstellen, nachdem ich die Folie mit Klebstoff auf eine Kupferplatte kaschiert hatte.

Alufolie mit Nadeldrucker bedruckt und anschließend auf Kupferplatte kaschiert.
Alu mit Nadeldrucker bedruckt  © Wolfgang Autenrieth

 

Bezugsquellen für Materialien zur Fotoradierung


Anmerkungen:
Diese Onlineversion basiert auf dem ersten Buchmanuskript von 1997. Die Website ist mit dem Buch nur noch in Ansätzen vergleichbar, enthält nur einen Teil der Informationen vom Buch und kann auch nicht korrigierte Fehler enthalten. Während die einzelnen Seiten dieses Webauftritts oft nur wenige, kurze Absätze enthalten, ist das Buch aktuell zweispaltig und mit minimalem Rand auf 232 DIN-A4-Seiten bedruckt, weil die zahlreichen Informationen nur noch so zwischen zwei Buchdeckel passen. Das Buch enthält nur wenige Illustrationen, dafür umso mehr „Input“. Als ergänzender ‚Bildspeicher‘ dient dieser Onlineauftritt. Nun ist das Buch in der mehrfach korrigierten und erweiterten 7.Auflage aus dem Jahr 2020 erhältlich.

Sicherheitshinweis:
Informieren Sie sich vor der Anwendung der Rezepturen unbedingt auch aus anderen Quellen! Beachten Sie das Kapitel ➥ Vorsicht Chemie!
Die Rezepturen sind der (historischen) Fachliteratur entnommen und wurden erst teilweise selbst getestet. Die Rezepturen können (Übertragungs-)Fehler enthalten.
Quellenangaben zur Herkunft der Rezepturen sind im Buch enthalten. Ich empfehle dringend, sich nicht allein auf die Angaben zu verlassen, die auf dieser Internetseite angezeigt werden, sondern sich vor Anwendung der Rezepturen stets die Etiketten, Warnhinweise und Anleitungen durchzulesen, die mit den Chemikalien geliefert werden und fachkundigen Rat einzuholen. Chemikalien (und auch Naturstoffe) können karzinogen, erbgutschädigend und gesundheitsschädlich sein. Verwenden Sie Schutzmaßnahmen.

Wege zum Buch  

Sitemap / Inhaltsverzeichnis

Kontaktformuar / Rückmeldung / Anfragen

Der Einkaufswagen (🛒 ➜) weist auf Bezugsquellen hin. Es handelt sich um sog. „Affiliate-Links“. Sollten Sie über diesen Link dort einkaufen, erhalte ich ein geringe Provision, mit der ein Teil der Serverkosten dieses Webangebots gedeckt wird. Eventuell kommen Ihnen Sätze dieser Website aus der Wikipedia bekannt vor. Zahlreiche Artikel zum Themengebiet habe ich für die Wikipedia (mit-)verfassst und/oder dort beigetragen. Die Texte und von mir erstellten  Abbildungen meiner Webseiten unterliegen meinem © Copyright. Vielen Dank für das Interesse.