Radiertechniken + Edeldruckverfahren

Neue und alte Techniken der Radierung

Mit dem traditionellen Spruch der Drucker und Jünger der ‘Schwarzen Kunst’ begrüße ich Sie im alchemistischen Online-Werkstattbuch der Tiefdrucktechniken und historischen Verfahren der Photographie, Radierung und Edeldruckverfahren: „Gott grüß’ die Kunst!“

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Hier finden Sie Tipps, Rezepturen und Anleitungen zu Verfahren und zur Herstellung unterschiedlichster Varianten der Radierung,  für Ätzbäder, Abdecklacke und zu lichtempfindlichen Beschichtungsmethoden. Enthalten sind zahlreiche Ablaufbeschreibungen zu mechanischen und chemischen Herstellungsverfahren für Ätzradierungen und Edeldrucke in „Kochbuchmanier“.

Diese Website besteht aus ➥ 177 Teilkapiteln und einigen Seiten, die als Link-Listen eine Online-Ergänzung des Buches darstellen sowie zahlreichen Abbildungen, die im Buch keinen Platz hätten. Die Onlineausgabe basiert auf einer Umwandlung des ersten Manuskripts von 1997 in HTML-Code.  Die Website ist der (durchaus umfangreiche) „Appetithappen“ – das Buch hat jedoch einen viel größeren Umfang. Die Website entspricht nur in Ansätzen dem heutigen Buchtext. Dieser wurde im Verlauf der vergangenen 20 Jahre mehrfach überarbeitet und erweitert.

Mezzotinto-Radierung

Mezzotinto-Radierung, Fläche mit einem Teppichkamm in Schraffur aufgerissen, mit dem Polierstahl die Helligkeiten herauspoliert. © Wolfgang Autenrieth 1982

Radiertechniken und Edeldruckverfahren

Zu entdecken sind Schritt-für-Schritt-Anleitungen für konventionelle und experimentelle Techniken der Bilderzeugung:
„Trockene“ Techniken wie ➥ Kaltnadelradierung, ➥ Mezzotinto, ➥ Reliefdruck, „Nasse Techniken“ wie ➥ Ätzradierung, ➥ Ätzlavierung, ➥ Aquatinta, ➥ Vernis Mou, ➥ Tiefätzung, ➥ Ätzen mit Mordants und  ➥ galvanische Verfahren, sowie „photochemische“ Methoden wie  ➥ Gummidruck, ➥ Lichtdruck, ➥ Heliogravure, ➥ Cyanotypie, ➥ Bromöldruck,Chromeiweißkopie, ➥ Pigmentdruck, ➥ Kohledruck, ➥ Heliografie, ➥ Hillotypie

Die historischen photographischen „Edeldruckverfahren“ des 19. Jahrhunderts und deren chemischen Grundlagen fanden über die Heliogravure und während meiner Ausbildung zum Reprophotographen ihren Weg in diese Rezeptsammlung – die ursprünglich nur für meinen privaten Bedarf entstand. Nachdem die Sammlung jedoch immer umfangreicher wurde, lag es nahe, sie zu veröffentlichen und den Lesern die jahrelange Suche zu ersparen.
Zahlreiche positive Rückmeldungen  motivierten mich zur Weiterarbeit am Buch – sodass nun die 7.Auflage verfügbar ist. Darin finden Sie nun auf 232 Seiten Anleitungen, Ablaufbeschreibungen und Rezepturen aus 500 Jahren zu den verschiedensten historischen und aktuellen Tiefdrucktechniken und Methoden. Ebenso Rezepturen zu den photochemischen Verfahren der Bilderzeugung des 19. und 20. Jahrhunderts.

Cyanotypie auf Leinwand, 50 x 70 cm, © Wolfgang Autenrieth 2020

Vergleich Buch – Website

Buch und Website entwickeln seit dem Start des Webauftritts eigenständig weiter. Während das Buch textlastig ist (Bilderbücher zum Thema gibt es genug), kann ich auf der Website ohne Rücksicht auf Druckspiegel und Bindung Grafiken einfügen. Die Website befindet sich im Textteil noch auf dem gekürzten Stand des Urmanuskripts von 1997.

Die erste Buchauflage erschien nach zahlreichen Überarbeitungen und Ergänzungen im Jahr 2004. Erhältlich ist das Buch nun in der ➥ nochmals erweiterten 7. Auflage aus dem Jahr 2020.

Radiertechniken Inhaltsverzeichnis
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Überblick zum Buchinhalt: ➥ Inhaltsverzeichnis (PDF)
Probelesen: ➥ Vorwort + Einleitungskapitel (PDF)
Buch: 138.196 Worte – 1.015.426 Zeichen
Website: 80.931 Worte – 608.274 Zeichen1

Wie kam es zu Website und Buch?

Aus einem Oberseminarschein im Kunststudium entwickelte sich im Verlauf von 40 Jahren durch Lektüre und Experimente ein Buch mit 232 Seiten. Viele Anleitungen und Rezepturen sind der Fachliteratur des letzten Jahrtausends entnommen – manche der historischen Bücher durfte ich nur unter Aufsicht im Lesesaal der Bibliothek lesen, weil weltweit nur noch wenige Exemplare davon existieren. Diesen Wissensschatz zu heben war Motivation und Ansporn. Die Techniken, Anleitungen, Rezepturen und vielfältigen Möglichkeiten sammelte ich über Jahre in Notizbüchern und brachte schließlich mit dem Computer Ordnung in die Sammlung. Die Anleitungen sind in „Kochbuchmanier“ formuliert.
Auf 9 Seiten finden Sie im ➥ Literaturverzeichnis  die Quellenangaben. Im ➥ Chemikalienverzeichnis  und im Text sind die historischen Begriffe und Maßangaben der Rezepturen und Reagenzien (wie sal armoniacum, Drachenblut, Hexenmehl, Unzen, Gran, Lot … u.v.a.m.) in Normbezeichnungen unserer Zeit übersetzt.

Vorsicht! Alchemie!

Passen Sie auf sich auf!

Korrekturen sind (fast) ausschließlich im Buch eingearbeitet, daher kann diese Onlineversion Fehler enthalten. Ich bin Lehrer, Photograph und Kunsterzieher – jedoch nur Hobby-Chemiker. Die Informationen von Website und Buch wurden nach bestem Wissen zusammengestellt. Einige Rezepturen sind gesundheitsgefährdend, manche der Chemikalien sind Krebs erzeugend, giftig oder brandgefährlich. Eine Haftung und Gewähr für die Korrektheit der Rezepturen und Gefahrenhinweise kann nicht übernommen werden. Vieles ist der Fachliteratur entnommen und (noch) nicht selbst ausprobiert. Lesen Sie daher unbedingt das Kapitel ➥ Vorsicht! Chemie! und informieren Sie sich auch aus anderen Quellen! Handschuhe sind bei der Arbeit mit Chemikalien unerlässlich. Reiben Sie bei der Arbeit niemals in den Augen und atmen Sie die Stäube der Chemikalien auf keinen Fall ein!

Zahlreiche Radierer arbeiten heute noch mit Salpetersäure. Informieren Sie sich über die Gefahren, die von nitrosen Gasen ausgehen! Ich rate von Salpetersäure ab – es gibt bessere Möglichkeiten. Arbeiten Sie im Freien oder unter einem starken Abzug. Salpetersäuredämpfe zerfressen die Lungenschleimhaut! Bleiben Sie vorsichtig. Ätzen ist ein chemischer Prozess. Ich wünsche Ihnen viel Freude, Erfolg und Umsicht beim Ausprobieren der verschiedenen Techniken der Radierung und der Edeldruckverfahren!

Doch Bange machen gilt nicht!

Nach der Lektüre meiner Website (oder des Buches) können Sie vermutlich Krejcas Satz nachvollziehen: „Die Techniken der Radierung sind so reich an verschiedenartigsten Ausdrucksmitteln, dass man sie als eine der dankbarsten und wirksamsten Zweige der künstlerischen Grafik bezeichnen kann.“

Kugelschreiber-Aquatinta

Kugelschreiber-Aquatinta mit Matrize: “Da gibt’s nur eins…”, ©Wolfgang Autenrieth


Übrigens 1:
Die korrekte Erwiderung auf den ➥ Gruß der Druckergilde und der Jünger der Schwarzen Kunst  „Gott grüß‘ die Kunst!“ lautet: „Gott grüße sie!“


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1In dieser Angabe sind Listen, Querverweise, Links und Aufzählungen enthalten, die nicht im Buch erscheinen

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