Radiertechniken + Edeldruckverfahren

Neue und alte Techniken der Radierung – ein Werkstattbuch

Gott grüß’ die Kunst!

Mit diesem Spruch der Drucker und Jünger der ‘Schwarzen Kunst’ begrüße ich euch auf der Website des „alchemistischen Werkstattbuches“ der Radierung und der Edeldruckverfahren! In zahlreichen Unterseiten sind auf dieser Website Anleitungen, Rezepturen, Tipps & Tricks zu den historischen und aktuellen Radiertechniken und zu analogen Reproduktionsverfahren der Photographie des 19. und 20. Jahrhunderts gesammelt. Im Kapitel „Kunstgeschichte“ sind Links zu Abbildungen gelistet, die im Web abrufbar sind.

Heinrich Vogeler (1872–1942) Sommerabend. Radierung, 1902. Quelle: Wikimedia, Public Domain

Ales Krejça meinte: “Die Techniken der Radierung sind so reich an verschiedenartigsten Ausdrucksmitteln, dass man sie als eine der dankbarsten und wirksamsten Zweige der künstlerischen Grafik bezeichnen kann.”

Über das Menue, die ➥ Sitemap sowie über die rechte Seitenleiste sind 177 Kapitel abrufbar.

Auf der Website (und im Buch) sind Tipps und Anleitungen für die verschiedensten Varianten der Radierung und Photochemie beschrieben, die im Verlauf von 40 Jahren gesammelt wurden.  Zu entdecken sind Rezepturen für Ätzmittel, (unkonventionelle) Abdecklacke sowie für lichtempfindliche Beschichtungsmethoden. Die Beschreibungen der mechanischen und chemischen Herstellungsverfahren habe ich in „Kochbuchmanier“ nachvollziehbar verfasst.

Vernis-Mou-Radierung. Grundierung mit Skiwachs, Materialabdruck von Korken, Gräsern, Taschentuch. ©Wolfgang Autenrieth 1982

Radiertechniken und Edeldruckverfahren

Ihr findet Schritt-für-Schritt-Anleitungen für „trockene Techniken“ wie Kaltnadelradierung, Mezzotinto und Reliefdruck, für „nasse Techniken“ wie Ätzradierung, Ätzlavierung, Aquatinta, Vernis Mou, Tiefätzung,  Ätzen mit Mordants und  galvanische Verfahren.

Die historischen photographischen „Edeldruckverfahren“ des 19. Jahrhunderts und deren chemischen Grundlagen fanden über das Kapitel zur Heliogravure während meiner Ausbildung zum Reprofotografen den Weg in diese Rezept- und Tippsammlung – die ursprünglich nur für meinen privaten Bedarf gedacht war. Durch die Ausbildung kamen Anleitungen für „photochemische Techniken“ wie  Gummidruck, Lichtdruck, Heliogravure, Cyanotypie, Bromöldruck, Chromeiweißkopie, Pigmentdruck, Kohledruck, Heliografie, Hillotypie …  zu meinen Notizen hinzu.

Cyanotypie auf Leinwand (50 x 70 cm), Schrauben, Federn, Ringe und ausgeschnittene Kunststofffolie, Lösung mit Manganfarbpulver gemischt. ©Wolfgang Autenrieth 2020

Wie sind Website und Buch entstanden?

Aus einem Oberseminarschein im Kunststudium entwickelte sich über die Jahre durch Lektüre und Experimente ein „alchemistisches Kochbuch“ mit 232 eng beschriebenen Seiten. Viele Anleitungen und Rezepturen sind der Fachliteratur der vergangenen 500 Jahre entnommen – manche Bücher durfte ich nur unter Aufsicht im Lesesaal der Bibliothek lesen, weil sie weltweit nur noch in wenigen Exemplaren zu finden sind. Diesen Wissensschatz zu heben war Motivation und Ansporn. Nachdem die Sammlung immer umfangreicher wurde, lag es nahe, sie zu veröffentlichen und den Lesern die jahrelange Suche zu ersparen.

Online sehen Sie nur die umfangreiche „Schnupperversion“. Die Vollversion gibt es auf Papier als 232-Seiten-Buch „Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren“, das in der 7. erweiterten Auflage mit der ISBN 978-398217650-5  seit Februar 2020 erhältlich ist. Diese Onlineversion war die Basis, ist jedoch mit der 7. Auflage nur noch in Ansätzen vergleichbar.
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Vorsicht! Alchemie!

Alchemie? Wie bitte? Nun – in der historischen Fachliteratur begegnet man Begriffen wie „Holländisches Bad“, „Weingeist“, „Salarmoniacum“, „Hexenmehl“, „Erdpech“, “Drachenblut“, „Federweiß“ … Die Bedeutung und Zusammensetzung habe ich nach und nach aus enzyklopädischen Lexika und Fachliteratur zusammengesucht und in heute gebräuchliche Bezeichnungen übersetzt. Das Buch enthält daher ein Chemikalienverzeichnis mit Übersetzungen der historischen Begriffe in aktuelle Bezeichnungen und Gefahrenhinweise auf über 20 Seiten.
Im Kapitel ➥
Vorsicht! Chemie! sind ernst zu nehmende Warnhinweise zu finden. Lesen! Handschuhe sind bei der Arbeit mit Chemikalien unerlässlich. Radierung und  Edeldruckverfahren sind chemische Prozesse mit teilweise hochgiftigen Substanzen.


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Anmerkung 1: Die korrekte Erwiderung auf den ➥ Gruß der Druckergilde und der Jünger der Schwarzen Kunst  „Gott grüß‘ die Kunst!“ lautet: „Gott grüße sie!“

Anmerkung 2: Es ist möglich, dass Ihnen Teile dieser Website bereits aus der Wikipedia bekannt sind. Grund: Zahlreiche Artikel zum Themengebiet wurden von mir für die Wikipedia (mit)verfassst

Anmerkung 3: Diese Website besteht seit 2004 – der Vorläufer war http://www.ätzradierung.de ;-)


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