Konfektionierte Beschichtungsmittel

Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren

- ein alchemistisches Online-Werkstattbuch (auch ▶ als Buch in der "extended version 2010" (232 Seiten A4, 6.Auflage) erhältlich)
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Belichtung mit Fotolack

Vorbereitung

Um Flächen drucken zu können, müssen Sie die Platte mit einem Aquatintakorn versehen oder die Fläche im Film bereits aufgerastert haben. Soll nur eine reine Strichzeichnung belichtet werden, ist dies nicht nötig.Quelle: http://www.radiertechniken.de

Beschichten

Sprühen Sie die Platte mit einem Fotokopierlack ein, der im Elektronikfachhandel erhältlich ist. Ähnliche Lacke gibt es auch zum Beschichten im Siebdruck. Diese sind gieß- bzw streichbar. Die verarbeitungsvorschrift ist im Beipackzettel aufgeführt.Quelle: http://www.radiertechniken.de

Belichten

Sobald der Lack getrocknet ist, ist die Platte lichtempfindlich und muss im Dunkeln aufbewahrt werden. Der Lack arbeitet im Positiv-Positiv-Verfahren, das bedeutet, dass an schwarz gezeichneten Stellen anschließend der schwarze (rote) Abdecklack stehen bleibt, während sich alles, was Licht abbekommen hat, von der Platte ablöst. Licht „verbrennt“ den Lack, er kann an den belichteten Stellen ausgewaschen werden.Quelle: http://www.radiertechniken.de
Es können Schablonen, Rasterfilme, Halbtonfilme (in Verbindung mit Aquatinta) oder Gegenstände auf die Platte gelegt werden.
Eine Belichtungslampe mit UV-Licht ist Voraussetzung für gute Ergebnisse. (Angegebene Belichtungszeit für blanken Film: 1-2 min).
Im Elektronik-Fachhandel (Conrad usw.) sind UV-Lampen erhältlich.
Baumärkte bieten immer wieder Halogenstrahler mit 500 Watt für wenig Geld an (Ich habe 10.- DM bezahlt), die ebenfalls einen genügend hohen UV-Anteil abstrahlen.Quelle: http://www.radiertechniken.de

Sind Folien im Direktkontakt-Verfahren zu belichten, kann auch eine Kiste mit Schiebedeckel zur Belichtung verwendet werden, mit der man den Fotolack ca. 1 Minute der grellen Sonne aussetzt.

Entwickeln

Zutaten:

  • 7 g Ätznatron (=33 Plätzchen)
  • 1 Liter kaltes Wasser

Stellen, die dem UV-Licht ausgesetzt werden, lösen sich bei der Entwicklung mit Natronlauge von der Platte ab. Dazu lösen Sie 7g Ätznatron (=33 Plätzchen) in 1 Liter kaltem Wasser auf.Quelle: http://www.radiertechniken.de

Conrad-Electronic bietet auch weniger aggressive Entwickler an.

Nach spätestens 2 Minuten muss die Entwicklung abgeschlossen sein, sonst wurde zu kurz belichtet. Anschließend unter kaltem, fließendem Wasser abspülen. Bitte auch die Hände nach jeder Arbeit mit Ätznatron gründlich mit Wasser abspülen!

Ätzen

Das Eisen-(III)-chlorid kann an den blanken Stellen angreifen und ätzt die Näpfchen für die Farbe heraus.

Reinigen

Die Platte wird mit Aceton oder einem anderen Keton vom Lack gereinigt.

Vorbeschichtete Elektronikplatten

Vorbeschichtete Platten aus der Elektronik sind nicht so gut geeignet, da sie eine leicht angeraute Oberfläche besitzen, die im Druck grau erscheint.

Erisol-Schicht

Diazoschichten arbeiten umgekehrt wie Kolloid- oder Kunststoffschichten. Diese werden durch Lichteinwirkung zerstört. (Handelsname: Erisolschicht)

Kodak KPR-Schicht

Hayter belichtet Kupferplatten mit Kodak KPR-Fotoschicht. Eine Karbon oder Xenon-Lampe benötigt 2-4 min zur Belichtung. Soll eine starke Ätzung erfolgen, sollte die Platte nach der Entwicklung noch 10 min auf ca. 12o°C erhitzt werden. Die Schicht wechselt die Farbe von blauviolett nach braun. Sie lässt sich nach dem „E-Maillieren“ natürlich auch schwer entfernen.Quelle: http://www.radiertechniken.de

Zum Ätzen

  • 1/12 Salpetersäure, Holländisches Bad oder „sodium chlorate bath“

oder für größere Präzision: Eisen-III-Chlorid. Die Platte kann mit Beschichtung gedruckt werden, die Linien sind natürlich um dim Dicke der Schicht tiefer. Die Beschichtung lässt sich mit „pyrolidine“-Lackverdünner oder speziellen Lösungen wie „stripers“ entfernen.


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Hier sehen Sie nur das Ur-Manuskript aus dem Jahr 1997
- das Buch ist in der 6. überarbeiteten und illustrierten Auflage 2010 erhältlich. 232 Seiten A4, mit umfangreichem Chemikalien- und Literaturverzeichnis

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Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren
Vom Hexenmehl und Drachenblut zur Fotopolymerschicht
Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepturen aus fünf Jahrhunderten
erfahren, erlesen, erfunden und gesammelt von Wolfgang Autenrieth
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