Die schwäbische Ätzwanne

Ätzen mit Umbauwachs

Ganz sparsame Ätzer versehen die Platte ringsherum mit einer kleinen „Mauer“ aus Umbauwachs oder Fensterkitt – wie in der Abbildung dargestellt. Dadurch wird die Platte selbst zur Ätzwanne. Eine Rückseitenabdeckung ist somit unnötig. Sie brauchen nur sehr wenig Ätzflüssigkeit und erhalten einen grafisch interessanten, unregelmäßigen Druckrand, falls der Rand nicht bereits durch ➥ Abdecklack geschützt war. An einer Ecke können Sie noch einen Ausgussrand modellieren, mit dem die Säure zurück gegossen werden kann.

Ätzen - Gravure, Abbildung aus Diderots Encyclopedie francaise 1751-1777 via Commons.Wikimedia
Ätzen – Gravure, Abbildung aus Diderots Encyclopedie francaise 1751-1777 via Commons.Wikimedia

Wichtig bei der Ätzung ist, dass die Platte auf einem ebenen Untergrund „im Wasser“ steht, damit die Ätzlösung nicht über den Rand fließt. Überprüfen können Sie dies, indem Sie eine Wasserwaage über beide Diagonalen legen – bzw. den Untergrund zuvor „ins Wasser“ setzen. Zur Sicherheit sollten Sie eine größere Plastikwanne oder -folie unterlegen, falls doch etwas Ätzlösung über den Rand läuft.

Umbauwachs klassisch

Zutaten

Ansatz:
Die Zutaten erwärmen Sie und schmelzen diese zusammen. Das Umbauwachs sollte bei Zimmertemperatur knetbare Konsistenz haben.

Umbauwachs modern

Zutaten:
🛒➥ Fensterkitt ist billig und säurefest. Er besteht aus Leinöl und Schlämmkreide.
Genauso geeignet ist „Knete“ aus dem Spielwarenladen. Formen Sie daraus kleine kleine Röllchen und drücken diese am Plattenrand vorsichtig fest.

„Umbauwachs“ ganz modern

Heute haben wir natürlich noch viele andere Möglichkeiten als unsere Vorfahren. Nimmt man eine Heißklebepistole, kann man auf einfache Weise ein „Mäuerchen“ um die Platte ziehen, das sich nach der Ätzung von der Platte wieder abziehen lässt. Dasselbe funktioniert auch mit Dichtmasse aus dem Sanitärbereich wie Acryl oder Silikon.