Tonen / Umfärben

Cyanotypien sind – bedingt durch den Farbstoff – von Haus aus blau. Die Pigmente können jedoch durch Tonen ausgebleicht und umgefärbt werden.

Cyanotypie auf Leinwand, getont mit Tannin. Anschließend Cyanotypielösung mit Pinsel aufgetragen und nochmals belichtet. Wolfgang Autenrieth 2020

Schwarzfärben

1.) Das mit Wasser vorbehandelte Papier/ den Stoff 2 Minuten vorbehandeln in einer Lösung aus 3 Tropfen Salpetersäure auf 1 Liter Wasser
2.) 14 Gramm Natriumcarbonat (Backpulver) in 160 ml Wasser lösen und das Bild darin ausbleichen, bis es als leicht orangenes Bild wieder erscheint, anschließend mindestens 10 Minuten lang gut wässern
3.) Dann in einer Lösung aus 14 g Gallussäure auf 160 ml Wasser tonen, bis der erwünschte Schwarzgrad erreicht ist. Grüner Tee enthält die 10-fache Menge Gallussäure wie Schwarztee
➥ Bezugsquelle für Gallusäure

Salpetersäure erhalten Sie beim örtlichen Apotheker.

Tonen

Bleichen

  • Ammoniak (Drogerie)
  • Borax (=Natriumborat)
  • Soda (=Natriumcarbonat / Natriumhydrogencarbonat / Waschsoda, kein Backpulver!)
  • Javelwasser

Lösungen zum Umfärben

  • Kaffee (Espresso) für Schwarz/Violett Tönung, färbt das Papier leicht schwarz-braun, mit Kaffeesatz ergibt sich eine starke Papierfärbung
  • Tee für Brauntonung, färbt das Papier stark hellbraun. Auf einen Liter heißes Wasser werden ca. 15 Beutel Schwarztee benötigt.
  • Kaffee für Grautonung, geeignet ist Pulverkaffee – das Wasser jedoch kalt werden lassen
  • Tee (Earl Grey) für Brauntonung
  • wird zuvor mit Borax/Soda gebleicht, ergibt sich eine schnellere Tonung und das Papier färbt sich weniger
  • wird zuvor mit Borax/Soda gebleicht und mit Tannin getont, ergibt sich eine rötlich-braune Tonung
  • wird zuvor mit Ammoniak gebleicht und mit Tannin getont, ergibt sich eine violett-braune Tonung

Weitere Möglichkeiten

siehe ➥ Färben mit Naturmaterialien


➥ Hier geht’s zur Sitemap / Kapitelübersicht

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